Ulrike Breunig Dipl.oec.troph.  80538 Knöbelstr. 36   Tel. 089 / 15 988 108   info@ulrike-breunig.de

Wenn gesunde Nahrungsmittel krank machen.

Viele Betroffene vermuten hinter ihren Beschwerden oft eine Nahrungsmittelallergie. Doch bei Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen können auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine Ursache sein.

Häufige Symptome im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind:

  Magen-, Darmstörungen

  Verstopfung, Durchfall, Reizung des Darms, Übelkeit, Sodbrennen

  Dermatologische Prozesse

  Ekzeme, Schuppenflechte, Hautjucken, Neurodermitis

  Neurologische Störungen

  Kopfschmerzen, Migräne, depressive Verstimmungszustände

  Atembeschwerden, Asthma

  Schnupfen und Husten, chronische Sinusitis

  Psychologische Störungen

  Angstzustände, Depressionen, Reizbarkeit, chronische Müdigkeit

  weitere Störungen

  Fibromyalgie, Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung (Arthritis), Immunschwäche

  Übergewicht

  auch Übergewicht kann auf eine Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln zurückgeführt werden


Ablauf Ernährungstherapie

Ernährungstherapeutische Beratung befasst sich mit dem Einfluss von Essen und Trinken auf den Körper, besonders im erkrankten Zustand. Sie geht damit über herkömmliche Ernährungsberatung weit hinaus. Was bedeutet das für Sie?

Eine ernährungstherapeutische Beratung beginnt mit der Erfassung Ihrer jetzigen Ernährung und den vorhandenen Beschwerden bzw. Erkrankungen.

1. Schritt: Eine genaue Anamnese ist die Grundlage für weiteres Vorgehen.

  • Sichtung aller Labor- und Untersuchungsergebnisse. Mitgebrachte Befunde helfen, die Ausgangssituation besser zu bewerten.
  • Ausschluss oder Berücksichtigung von bisher nicht erkannten Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Berücksichtigung der aktuellen Medikamenteneinnahme 
  • Auswertung des mitgebrachten Ernährungs- und Symptomtagebuchs. Dieses erleichtert, Zusammenhänge zwischen Ernährung und Beschwerden aufzudecken. Ihre Ernährungsgewohnheiten zeigen den Weg, um eine für Sie passgenaue Lösung zu erarbeiten.
  • Identifikation von Stressauslösern
  • Individuelle Zieldefinition der Ernährungstherapie

2. Schritt: Therapiekonzept 

Nicht allein auf Listen vertrauen

Die Zahl der Personen mit Zuckerverwertungsstörungen steigt in den letzten Jahren stetig. Nur über eine richtige Ernährungsumstellung kann eine Verbesserung der Symptomatik erzielt werden. Widersprüchliche und zum Teil auch falsche Informationen, insbesondere aus manchen Internetforen, erschwerden die wirksame Ernährungsumstellung.

Die Ernährungstherapie bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten setzt sich sinnvollerweise aus 3 Therapiephasen zusammen:

1. Karenzphase: Sie erhalten - je nach Diagnose - eine Positivliste an Lebensmitteln, die Sie essen dürfen. Darüber hinaus bekommen Sie wichtige Informationen für die Gesamernährung und die Aufteilung der Nährstoffe bei den Mahlzeiten. Die Karenzphase dauert ca. 3-4 Wochen und hat zum Ziel, die Symptome zum Abklingen zu bringen.

2. Testphase: Sie erhalten eine spezielle Liste für den Kostaufbau mit präziser Anleitung, um ihre individuelle Toleranzgrenze für einzelne Lebensmittel zu ermitteln. Diese Phase dauert 6-8 Wochen und geht fließend in die Langzeiternährung über.

3. Langzeiternährung: Langfristig hat die Gewährleisutng einer bedarfsgerechten Ernährung oberste Priorität. Die Aufgabe des Ernährungstherapeuten besteht darin, verträglich Alternativen anzubieten sowie praktische Umsetzungshilfen für den Alltag zu erarbeiten.

Ziel des Therapiekonzepts:

  • Individuelle Ernährungsanpassung hinsichtlich schlecht verträglicher Lebensmittel im Allgemeinen.
  • Beseitigung eines möglichen Nährstoffdefizits durch einseitige Ernährung.
  • Unterstützung bei der Umsetzung durch alltagstaugliche Empfehlungen.
  • Beratung zu einer ausgewogenen Dauerernährung
  • Ggf. Einsatz bestimmter Probiotika / Darmsanierung.
  • Ggf. Stressmanagement

Für die Ernährungstherapie sind - je nach Diagnose und Informationsbedarf - ca. fünf Beratungsgespräche durchschnittlich à 45 Minuten notwendig. 

Formen der Nahrungsmittelunverträglichkeit

Laktoseintoleranz

Bei der Laktoseintoleranz wird das Kohlenhydrat der Milch, die Laktose (Milchzucker), nicht vertragen. Hervorgerufen wird die Erkrankung durch einen Mangel an Laktase, dem Enzym, das für die Verdauung von Milchzucker zuständig ist. Findet diese Verdauungsleistung nicht statt, weil die Laktaseaktivität nicht ausreicht, so verbleibt der Milchzucker im Darm. Die Darmbakterien verstoffwechseln ihn durch Vergärung. Hierbei entstehen Gase, welche die Symptome hervorrufen.

Fruktosemalabsorption

Rebelliert der Darm insbesondere nach dem Genuss von Obst und Säften, könnte eine Fruchtzuckerunverträglichkeit vorliegen. Wir nehmen Fruchtzucker neben Obst, Obstsäften, Honig auch auf als Bestandteil von Haushaltszucker bzw. als Bestandteil industriell verwendeter Süßungsmittel. Normalerweise wird Fruktose von den Dünndarmzellen vollständig aufgenommen und in den Körper weitergeleitet. Bei einer "Malabsorption" ist eine Nährstoffaufnahme gestört, der Zucker wird nicht oder nur begrenzt aufgenommen. So wandert er in den Dickdarm, wo er bakteriell zu Endprodukten abgebaut wird, welche die typischen Symptome wie Darmkrämpfe, Blähugen oder Durchfall hervorrufen. Bei einer chronisch bestehenden Fruktosemalabsorption kann es darüber hinaus zu Zeichen der Depression, des Folsäure- und Zinkmangels sowie zu einer bakteriellen Fehlbesidlung des Dünndarms kommen.

Viele Ernährungsempfehlungen im Internet verwenden Empfehlungen, die die hereditäre Fruktoseintoleranz betreffen. Es ist bekannt, dass bei Fruktosemalabsorption eine fruktosefreie oder eine zu strenge fruktosearme Kost über einen längeren Zeitraum eher zu immer größerer Empfindlichkeit anstatt zu einer Besserung führt.

Sorbitunverträglichkeit

Sorbit kommt in natürlichen Lebensmitteln vor und wird auch als Lebensmittelzusatz z.B. bei Kaugummi, Zahnpflegeprodukten, Lutschpastillen usw. eingesetzt. Wenn Sorbit nicht von der Dünndarmwand aufgenommen werden kann, werden die Sorbitmoleküle durch die Bakterien des Dickdarms unter Gasbildung verstoffwechselt.

Histaminintoleranz

Das Histamin kommt zumeist aus der Nahrung. Außerdem können eine Reihe von Medikamenten und Schadstoffen den Histaminabbau blockieren oder ebenso wie manche Nahrungsmittel zusätzlich zu einer Histaminfreisetzung führen. Die Histaminintoleranz beruht auf einem Ungleichgewicht zwischen anfallendem Histamin und der Möglichkeit, dieses abzubauen. Lesen Sie hier.

 

 


 


 


 


 


 


 

                                                                                                                                                                                                

Consultations are also held in English.

 

 

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