Ulrike Breunig Dipl.oec.troph.  80538 Knöbelstr. 36   Tel. 089 / 15 988 108   info@ulrike-breunig.de

Ernährungstherapie bei Nahrungsmittelallergien.

Klassische Allergie

Der Organismus bildet Antikörper gegen Eiweißbestandteile von Grundnahrungsmitteln wie z.B. Hühnerei, Kuhmilch, Fisch, Soja, Weizen, Nüsse usw. Wenn diese Antikörper bei wiederholtem Kontakt mit dem Nahrungsmittel die Ausschüttung von Histaminen bewirken, kommt es in Folge zu klinischen Reaktionen, im schlimmsten Fall zum anaphylaktischen Schock.

Mögliche Symptome einer Nahrungsmittelallergie sind:

  • Hautrötung, -jucken
  • juckende Nase, Niesen, juckende und tränende Augen
  • Erbrechen, Magenkrämpfe oder Durchfall
  • Angioödem (plötzlich auftretende Schwellung der Haut oder Schleimhaut)
  • Heiserkeit, Engegefühl im Hals
  • Atembeschwerden (Pfeifen, Engegefühl Brust)

Kreuzallergie

Eine allergische Reaktion kann darauf zurückzuführen sein, dass bereits eine Allergie gegen einen bestimmten Stoff, z.B. Birkenpollen besteht und diese gleichzeitig eine Allergie gegen Haselnüsse oder Steinobst auslöst. Wenn zwei Allergene ineinander übergehen, spricht man von Kreuzallergie. Die in Frage kommenden pollenassoziierten Nahrungsmittel sind mittlerweile sehr groß. Gerade bei Kreuzallergien geht es darum, nicht pauschal z.B. Steinobst oder Nüsse einfach wegzulassen, sondern zu differenzieren, welche Nahrungsmittel sicher gehen, welche unter bestimmten Bedingungen und welche nicht.

Pseudoallergie

Man spricht von Pseudoallergie, wenn die Reaktion den klassischen Symptomen von allergischen Erkrankungen gleicht, jedoch ohne Bildung von Antikörpern, d.h. ohne Beteiligung des Immunsystems. Daher die Bezeichnung "pseudo". Pseudoallergien sind tatsächliche Erkrankungen und nicht eingebildet bzw. weniger schwerwiegend als echte Allergien. Typischerweise kann eine Pseudoallergie durch Lebensmittelzusatzstoffe, aber auch durch natürliche Nahrungsmittelbestandteile ausgelöst werden.

Ablauf Ernährungstherapie

Sie beruht auf der Grundlage der wissenschaftlichen Positionspapiere internationaler sowie nationaler wissenschaftlicher Gesellschaften (WHO /FAO, Europäische Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie).

Sie erfahren in der Beratung Zusammenhänge zwischen Ernährung und Allergien. Neben Informationsvermittlung steht die dauerhafte Ernährungsumstellung im Mittelpunkt mit dem Ziel, den gesunden und genussvollen Umgang mit dem Essen zu sichern.

1. Schritt: Eine genaue Anamnese ist die Grundlage für weiteres Vorgehen.

Die wichtigste diagnostische Methode zur Abklärung von Allergien ist eine eingehende Befragung (Anamnese). Dabei wird nach aktuellen und früheren Beschwerden und deren Begleitumständen gefragt, um die Ursachen zu ergründen. Alles, was im Zusammenhang mit dem Auftreten der Beschwerden auffällig ist, kann wichtig sein.

  • Sichtung aller Labor- und Untersuchungsergebnisse. Mitgebrachte Befunde helfen, die Ausgangssituation besser zu bewerten.
  • Ausschluss oder Berücksichtigung von bisher nicht erkannten Auslösern
  • Berücksichtigung der aktuellen Medikamenteneinnahme 
  • Auswertung des mitgebrachten Ernährungs- und Symptomtagebuchs. Dieses erleichtert, Zusammenhänge zwischen Ernährung und Beschwerden aufzudecken. Ihre Ernährungsgewohnheiten zeigen den Weg, um eine für Sie passgenaue Lösung zu erarbeiten.
  • Identifikation von Stressauslösern
  • Individeulle Zieldefinition der Ernährungstherapie

2. Schritt: Folgeberatungen - individuell abgestimmt auf die Ergebnisse der Anamnese

  • Präzise Anleitung zur Vermeidung der Beschwerden auslösenden Nahrungsmitteln bzw. Nahrungsmittelbestandteile unter Berücksichtigung individueller Verträglichkeiten
  • Anleitung für eine praktische und schmackhafte Eliminationskost
  • Aufbau der therapeutischen Diät in Schritten mit dem Ziel, am Ende einen individuellen Ernährungsplan in den Händen zu haben
  • Kennenlernen der optimalen Nahrungsmittelauswahl (Kennzeichnung wichtiger Inhaltsstoffe auf den Verpackungen)
  • Vermeidung allergischer Reaktionen und des anaphylaktischen Schocks
  • Steigerung bzw. Wiederherstellung der Lebensqualität
  • Langfristig Reduzierung medikamentöser Nebenwirkungen

Für die Ernährungstherapie sind - je nach Diagnose und Informationsbedarf - ca. fünf Beratungsgespräche durchschnittlich à 45 Minuten notwendig. 

Consultations are also held in English.

 

 

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